Muss eine Beinlängendifferenz ausgeglichen werden?
Kurz gesagt
Nicht jede. Kleine Unterschiede gleicht der Körper aus, ohne dass etwas passiert. Ausgeglichen wird, wenn eine Differenz nachweislich Beschwerden verursacht.
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Hintergrund
Unterschiedlich lange Beine sind häufig und meist harmlos. Problematisch wird es, wenn der Unterschied groß genug ist, dass das Becken schief steht. Die Wirbelsäule gleicht das aus, indem sie sich seitlich verbiegt, und diese Ausgleichshaltung belastet Wirbelgelenke und Muskulatur dauerhaft einseitig.
Zu unterscheiden sind zwei Formen. Bei der echten Beinlängendifferenz ist der Knochen tatsächlich unterschiedlich lang, etwa nach einem Bruch oder durch eine Wachstumsstörung. Bei der funktionellen Differenz sind die Knochen gleich lang, aber eine Beckenverwringung oder eine Muskelverkürzung lässt ein Bein kürzer erscheinen. Beide brauchen unterschiedliche Behandlung, und deshalb steht die Unterscheidung am Anfang.
Gemessen wird nicht mit dem Maßband am Bein, sondern über die Stellung des Beckens und der Wirbelsäule. Die 4D-Wirbelsäulenvermessung leistet das ohne Strahlung und kann zusätzlich simulieren, was ein Ausgleich bewirken würde. Das ist der eigentliche Nutzen: Man sieht vorher, ob eine Erhöhung etwas ändert.
Ausgeglichen wird schrittweise, nicht auf einmal. Der Körper hat sich über Jahre an die Schiefstellung gewöhnt, und ein plötzlicher voller Ausgleich löst häufig neue Beschwerden aus.
Bei Kindern und Jugendlichen ist die Frage eine andere, weil das Wachstum noch läuft. Hier geht es um Verlaufskontrollen und um die Frage, wie viel Wachstum noch aussteht.
Wie wir im OZD helfen können
- Diagnostik4D-WirbelsäulenvermessungVermessung der Wirbelsäule im Stehen und in Bewegung, ohne Strahlung. Zeigt Haltung und Beweglichkeit über die Zeit.
- DiagnostikGanganalyseMessung von Abrollverhalten und Druckverteilung beim Gehen, Grundlage für sensomotorische Einlagen.
- DiagnostikGrößenbestimmung bei KindernAbschätzung der zu erwartenden Körpergröße anhand des Knochenalters.
Allgemeine Patienteninformation der Fachärzte des OZD. Sie ersetzt keine Untersuchung.


